Sustainability Newsletter

Die letzten Ausgaben: 2011 - 3

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Auf dem Weg nach Rio

Das wichtigste politische Event am Nachhaltigkeitskalender 2012 ist ohne Frage die UN Konferenz über nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro. Im Vorfeld hat KPMG im Februar zum Gipfel “Business Perspective on Sustainable Growth: Preparing for Rio+20” in New York geladen. Über 600 Top-CEOs aus aller Welt trafen mit Schlüsselpersonen der Politik zusammen um Erfahrungen und Trends zu diskutieren und Empfehlungen für die Rio-Konferenz zu erarbeiten. Im Zentrum der Diskussion stand auch die beim Gipfel veröffentlichte Studie von KPMG „Expect the Unexpected: Building Business Value in a Changing World “.

Das wichtigste politische Event am Nachhaltigkeitskalender 2012 ist ohne Frage die UN Konferenz über nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro. 20 Jahre nach dem „Erdgipfel“ von 1992 trifft sich die Welt diesen Juni wieder in Brasilien um über die globalen Herausforderungen auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung zu diskutieren.  


Im Vorfeld der UN Konferenz hat KPMG im Februar zum Gipfel “Business Perspective on Sustainable Growth: Preparing for Rio+20” in New York geladen. Über 600 Top-CEOs aus aller Welt trafen mit Schlüsselpersonen der Politik zusammen um Erfahrungen und Trends zu diskutieren und Empfehlungen für die Rio-Konferenz zu erarbeiten. Mit dabei waren Unternehmensvertreter die schon längst nicht mehr auf politische Vorgaben warten, sondern ihre Organisationen im Nachhaltigkeitsbereich an vorderster Front positionieren wollen. Yvo de Boer, KPMG Global Advisor, fasst die Ergebnisse in den folgenden Empfehlungen zusammen:

  • Die Schaffung von langfristigen, stabilen und transparenten politischen Rahmenwerken und Anreizen zur Steigerung von Investitionen in nachhaltige Entwicklung
  • Die Schaffung von starken Preissignalen bei knappen Ressourcen und starken Umweltauswirkungen um Investitionen in Richtung nachhaltiger Entwicklung zu steuern
  • Die Bereitstellung von neuen Plattformen für öffentlich-private Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene

Aber auch vor der eigenen Tür soll gekehrt werden. An die Wirtschaft wurden folgende Empfehlungen abgegeben:

  • Weg vom Fokus auf die kurzfristige Performance hin zu langfristigem und nachhaltigem Wachstum
  • Unternehmen sollen sich herausfordernde Ziele setzen - z.B. die Reduktion von Material-, Wasser- oder Energieverbrauch - und so Innovationen anzukurbeln.

Im Zentrum der Diskussion stand auch die beim Gipfel veröffentlichte KPMG-Studie „Expect the Unexpected: Building Business Value in a Changing World“. Die Studie beleuchtet die zehn stärksten globalen Einflusskräfte für nachhaltiges Unternehmenswachstum - Megatrends, die in den nächsten beiden Jahrzehnten jedes Unternehmen in seiner Entwicklung beeinflussen werden. Die Studie untersucht Fragen wie Klimawandel, Energie- und Brennstoffvolatilität sowie Wasserverfügbarkeit in Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum vor allem in den städtischen Zentren. Dabei liegt das Augenmerk darauf, wie diese globalen Kräfte sich auf Wirtschaft und Industrie auswirken und welche Kosten diese Faktoren verursachen. Die Studie zeigt damit aber nicht nur die Risiken auf sondern öffnet zugleich Perspektiven auf mögliche Chancen.


Diese zehn Themen sollten bei der Arbeit an der Unternehmensstrategie jedenfalls auf der Agenda stehen:

  • Klimawandel
  • Energie & Brennstoffe
  • Ressourcenverknappung
  • Wassermangel
  • Bevölkerungswachstum
  • Veränderung des globalen Wohlstands
  • Verstädterung
  • Nahrungsunmittelsicherheit
  • Verlust von Ökosystemleistungen
  • Abholzung

Die ganze Studie und warum diese Themen für alle Unternehmen in einem globalen Markt relevant sind finden Sie hier.

Mehr zum KPMG Gipfel in New York.


Ihre Ansprechpartner für die Sustainability Services der KPMG:

Peter Ertl, Partner Wien, pertlkpmgat, +43 1 313 32 224

Gert Weidinger, Partner Linz, gweidingerkpmgat, +43 732 6938-2107

 

Verena Stingl

SAM Sustainability Yearbook 2012 - die wichtigsten Trends für nachhaltiges Wirtschaften

KPMG International hat sich in den vergangenen Monaten mit der Initiative Sustainable Asset Management (SAM) zusammengeschlossen. SAM ist eine Investmentboutique die sich ausschließlich auf das Thema nachhaltiges Investment spezialisiert hat. Das neu veröffentlichte SAM Sustainability Yearbook 2012 gibt Einblicke in Nachhaltigkeitstrends verschiedenster Branchen und zeigt die Nachhaltigkeitsthemen, die im kommenden Jahr auf der Unternehmensagenda nicht fehlen sollten.

KPMG International hat sich in den vergangenen Monaten mit der Initiative Sustainable Asset Management (SAM) zusammengeschlossen. SAM ist eine Investmentboutique die sich ausschließlich auf das Thema nachhaltiges Investment spezialisiert hat.
Wir freuen uns in diesem Zusammenhang die Veröffentlichung des SAM Sustainability Yearbooks 2012 bekanntgeben zu können. Darin finden Sie Einblicke über den Umgang mit Nachhaltigkeit für 58 verschiedene Industriesektoren. Hervorgehoben werden die SAM Sector Leaders - Unternehmen die den Branchenstandard im Hinblick auf Umwelt, Soziales und Governance anheben. Aus Österreich ist der Energieversorger Verbund in die Riege der Branchenführer aufgenommen worden.
Das Yearbook gibt darüber hinaus Ausblicke auf vier wichtige laufende Nachhaltigkeitstrends. Für 2012 wurden folgende Themen als Aufsteiger auf den Unternehmensagenden genannt:

  • Nachhaltigkeitsaspekte werden verstärkt in der Unternehmensstrategie verankert um Wettbewerbsvorteile zu erzeugen und um Innovationen im Unternehmen anzukurbeln
  • Wachsendes Verständnis, dass ein nachhaltiges Vorgehen Werte schafft - für Investoren und andere Stakeholder
  • Die Verankerung einer sinnvollen Nachhaltigkeitsstrategie wird zunehmend als Möglichkeit erkannt, um potentielle Investoren zu gewinnen - diese achten zugleich immer stärker auf nachhaltig agierende Unternehmen
  • Verstärktes Bewusstsein, dass Nachhaltigkeitsaspekte nicht nur Beiwerk sind sondern bis hin zur Geschäftsgrundlage wirken

Für mehr Information, wie Unternehmen von einer starken Nachhaltigkeitsstrategie (auch) wirtschaftlich profitieren, können Sie das Yearbook hier herunterladen: SAM Sustainability Yearbook 2012


Ihre Ansprechpartner für die Sustainability Services der KPMG:

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Gert Weidinger, Partner Linz, gweidinger@kpmg.at, +43 732 6938-2107

Verena Stingl

Trends & Themen: Gutes Tun ist Messbar

Nachhaltigkeit entwickelt sich mehr denn je zum Controlling- und Strategiethema. Je mehr sich Vorstände, Strategen und Controller mit den Umwelt- und Sozialwirkungen ihres Unternehmens beschäftigen, umso wichtiger werden klare, standardisierte und verständliche Messgrößen in der internen und externen Kommunikation. Die Maxime heißt: weg von einer Fülle an (technischen) Kennzahlen, hin zu einem intelligenten System, in dem Unternehmen ihre Aktivitäten anhand der eigenen Ziele und den Erwartungen sowie den Ansprüchen der Stakeholder optimieren können. Der vielversprechendste Ansatz dazu ist die Darstellung in Geldwerten.

Nachhaltigkeit entwickelt sich mehr denn je zum Controlling- und Strategiethema. Je mehr sich Vorstände, Strategen  und Controller mit den Umwelt- und Sozialwirkungen ihres Unternehmens beschäftigen, umso wichtiger werden klare, standardisierte und verständliche Messgrößen in der internen und externen Kommunikation. Die Maxime heißt: weg von einer Fülle an (technischen) Kennzahlen,  hin zu einem intelligenten System, in dem Unternehmen ihre Aktivitäten anhand der eigenen Ziele und den Erwartungen sowie den Ansprüchen ihrer Stakeholder optimieren können.


Aber wie können so grundverschiedene Größen wie Treibhausgasemissionen, Mitarbeiterzufriedenheiten oder Shareholderrendite einheitlich dargestellt werden? Eine Möglichkeit dazu lautet: durch die gemeinsame Kenngröße der Kosten und Leistungen.


Die Quantifizierung von Umweltwirkungen durch einen finanziellen Gegenwert ist bereits weit vorangeschritten. Die Europäische Kommission hat die Bewertung von Emissionen, Lärm etc. im Rahmen der Kosten-Nutzen-Rechnung großer Infrastrukturprojekte vorangetrieben. Und auch von vielen anderen Seiten kommen fundierte Studien zum gesamtgesellschaftlichen Preis von CO2-Emissionen, Wasserverbrauch oder auch Biodiversität. Ökologisches Rechnungswesen oder Umweltkostenrechnung sind Begriffe die schon in den 1980er Jahren gebräuchlich waren. Die Monetarisierung von Umweltwirkungen kann dazu auch auf etablierte Messmethoden wie Ökobilanzierung, CO2- oder Wasser-Fußabdruck  zurückgreifen.


Bei Sozialwirkungen gestaltet sich sowohl Messung als auch Monetarisierung deutlich schwieriger. Der Schlüssel liegt hier in der verstärkten Einbindung der Stakeholder - diese wissen am besten wie die Unternehmensaktivitäten ihr Leben und Verhalten verändern und Nutzen oder auch Schaden verursachen. Aufbauend auf verpflichtenden Mindeststandards - Kinderarbeit, Diskriminierung, Ausbeutung etc. sind weder zu bewerten noch zu dulden - bieten Frameworks wie Social Return of Investment (SROI) oder Social Accounting & Auditing (SAA) vielversprechende Ansätze um zu einer schlüssigen und kommunizierbaren Bewertung des sozialen Werts von Projekten und Unternehmensaktivitäten zu gelangen. Die Anwendung dieser Frameworks ist bislang vor allem im angelsächsischen Raum und im Zusammenhang mit Entwicklungsprojekten verbreitet. Sie bietet aber auch österreichischen Unternehmen die Möglichkeit die positiven Effekte ihrer Tätigkeiten besser messbar zu machen.


In Verbindung miteinander bietet die einheitliche Quantifizierung von Umwelt- und Sozialwirkungen gemeinsam mit „klassischen“ unternehmerischen Kennzahlen eine optimale Grundlage für Investitions- oder Strategieentscheidungen und erlauben beispielsweise die Erarbeitung von Best-Practice Beispielen oder die Verfolgung von Trends im Unternehmen.


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Verena Stingl