Consumer Products

Hersteller von Konsumgütern müssen primär Bedürfnisse von Kunden bedienen, die heterogen sind bei gleichzeitig starkem Preiswettbewerb. So üben zB die kurzen Produktlebenszyklen im Markt für Informationstechnologie, Kommunikation und Multimedia einen starken Innovations- und Kostendruck auf die einzelnen Akteure aus. Dies gilt branchenübergreifend.

Produzenten in Asien können häufig zu geringeren Kosten produzieren als europäische. Für diese Hersteller werden daher strategische Geschäftsbeziehungen zu Lieferanten mit entsprechender Kapazität in Asien und dem erforderlichen Qualitätsstandard mehr und mehr zu einem Erfolgsfaktor.

Die Bereiche Entwicklung und Produktion müssen sich heute erheblich schneller auf neue Kundenanforderungen einstellen, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Als Beispiel sei hier der Trend zur Vertikalisierung genannt: Durch verstäkte Integration von Produktion und Vertrieb kann auf neue Kundenwünsche binnen weniger Tage reagiert werden, und das bei sinkenden Produktionskosten.

Neben den Anforderungen des Handels werden sich die Konsumgüter-Hersteller auch den Erfordernissen lokaler Absatzmärkte stellen müssen. So entwickeln sich die Länder des ehemaligen Ostblocks immer mehr zu einem Expansionsziel der großen Handelsketten. Entsprechend werden Produktion und Logistik der Hersteller nachziehen müssen, um auch in diesen Ländern als Vorlieferant bestehen zu können.

Schließlich muss der Produzent den vom Gesetzgeber erlassenen Normen folgen. Dies bezieht sich nicht nur auf die Sicherheitskriterien, die ein Produkt erfüllen muss, sondern letztlich auch auf die Entsorgung des Produktes im Recycling-Kreislauf. Zu berücksichtigen ist auch die EU-weite Anpassung der Garantiedauer auf zwei Jahre.

Die Herausforderungen für die Hersteller von Consumer Products liegen darin, eine multinationale Marke mit zum Teil regionalem Fokus zu entwickeln und durch die Leistungen der Produkte und des Service dem Kunden eine "Value Proposition" zu vermitteln.